Klartext
Am 31.07. wird im Oberhaider Amtsblatt unsere Anzeige "Schlagzeuger gesucht" erscheinen, nachdem die Anzeigen bei Thomann, Backstagepro und der Fränkischen Nacht bislang kein Feedback brachten. Von einem lokalen Schlagzeuger, der leider zeitlich nicht verfügbar ist, habe ich erfahren, dass es in Oberhaid mehrere solcher Schlagkünstler gibt. Na denn, mal sehen was das Amtsblatt bewerkstelligen kann. Die Anzeige im Hallstadter Amtsblatt werde ich noch schalten, sowie eine Kleinanzeige im FT.
Mit diesem Blogeintrag möchte ich dann auch die Musiker, die sich für Riffpiraten interessieren, informieren, was ich gerne wünsche bzw. nicht mehr haben möchte, damit keine falschen Erwartungen entstehen.
In erster Linie sind die Riffpiraten ein Gruppen- und kein Soloprojekt, in das sich jedes Bandmitglied nicht nur einbringen kann, sondern auch soll. Andere Meinungen sind gefragt und sollen diskutiert werden und es darf keine Blockade geben, ein neues Bandmitglied aufzunehmen, wenn es zu uns passt. Zudem sollte eine freundschaftliche Gemeinsamkeit existieren, in der man sich auch außerhalb des Proberaums nicht meidet, sondern ab und an trifft und alle möglichen Sachen bespricht. Oder einfach nur, um in einer geselligen Runde eine schöne Zeit zu haben und zu quatschen.
In den letzten etwas mehr als sechs Jahren kam ich mir zeitweise wie ein Alleinunterhalter oder Soloprojektant vor. Für alles, einfach alles, war ich zuständig. Der Bassist spielte Bass, der Trommler trommelte, nicht mehr und nicht weniger (und waren damit austauschbar). Ob Probe oder Gig, man kam, baute auf oder stöpselte ein, spielte, baute danach wieder ab und stöpselte aus, und das war es dann. Dazwischen Funkstille, Bewegungslosigkeit, Interessenlosigkeit. Warum auch. Die Frage, warum immer ich alles machen soll wurde beantwortet mit "Weil du es besser kannst!". Das beste Argument, nicht selbst etwas in die Hand nehmen zu müssen. Unter diesem Aspekt hätten die Riffpiraten keine zwei Monate überlebt, hätte ich das Zepter nicht in die Hand genommen und damit die Arbeit an der Backe gehabt. So möchte ich nicht mehr weitermachen!
Von neuen Bandmitgliedern, sollte es sie denn geben, würde ich mir etwas Mitarbeit wünschen und nicht nur das blanke Musizieren. Gigsuche, Songwriting, PR, Videoideen, Artwork und und und. Egal was, Hauptsache mitmachen.
Was ich nicht will, ist, dass Freundschaft einfach ausgeschlossen wird. Wenigstens einmal im Jahr (gern auch öfters) sollte die Band eine gemeinsame Aktion haben, z:B. einen Konzertbesuch oder den Besuch einer Sportveranstaltung (ja, auch Sport kann verbinden) oder sich einfach auf der GoKart-Bahn austoben (gibt noch Tausend andere Möglichkeiten). Probleme, ob persönlich oder allgemein, die nicht zwingend etwas mit der Bandmusik zu tun haben, sollten die nicht während der Zeit im Proberaum besprochen werden, sondern außerhalb, bei einem Bier, einer Tasse Kaffee oder einem guten Zero Energydrink von Monster oder Rockstar (ja, das Zeug kann man durchaus trinken). Wenn Bandmitglieder Wünsche haben oder Anregungen geben, dann sollte darauf eingegangen und sie nicht einfach ignoriert werden. Ein politischer Song, der aktuelle Mißstände beschreibt, darf nicht als Tabu angesehen werden, sondern sollte diskutiert werden. Vor allem darf nicht kategorisch ausgeschlossen werden, dass sich die Riffpiraten durch ein weiteres Bandmitglied vergrößern/verbessern, nur um keine Probleme mit diesem weiteren Mitglied zu haben. Das alles hätte ich gerne und damit ist klar, was ich nicht mehr wünsche.
In der Anzeige im Oberhaider Amtsblatt (und der noch ausstehenden im Hallstadter Amtsblatt) wird auch der Hinweis gegeben, dass wir noch den einen oder anderen Musiker abseits des Trommelns suchen, etwa einen Gitarristen, Violinisten/Geiger oder Harmonikaspieler (Akkordeonspieler). Damit könnten die Riffpiraten einen neuen Weg einschlagen, hin zum Irish Punk. Ich finde das spannend und hoffe, dass wir endlich das ehemalige Trio ausbauen können. Damit stiegen die musikalischen Möglichkeiten.
Den Ausblick, dass wir keine musikalische Verstärkung finden, will ich nicht machen. Solange wir keine neuen Bandmitglieder haben, wird es keine neuen Gigs der Riffpiraten geben. Die Liveperformance zu Backingtracks (Keyboards/Drums) als Riffpiraten-Duo halte ich für suboptimal und möchte diese Option nicht verfolgen. Ohne Verstärkung werden die Darbietungen der Riffpiraten auf unseren Youtube-Kanal beschränkt. Hier wird es demnächst das Video zu unsrem neuen Song "Kein Punk" geben. Vielleicht werden weitere folgen.
Um mich musikalisch auszudrücken, brauche ich nicht zwingend die Riffpiraten, was jeder an meinem Projekt "Flamekant" sehen kann (soundcloud.com -> Flamekant). Auch Liveauftritte könnte ich im Stil eines Liedermachers alleine durchführen, wie bereits in den 1980er Jahren. Doch das ist nicht dasselbe, wie mit ein paar anderen Musikern gemeinsam vor interessierten Menschen aufzutreten, in der Gruppe. Das war toll in den Jahren 2022 bis 2024 mit den Riffpiraten und mit neuen Bandmitgliedern könnte es in Zukunft ebenfalls toll werden. Ich hoffe es.
Mal sehen, wie sich die musikalische Lage hinsichtlich der Riffpiraten entwickelt.
Danke fürs Lesen und schöne Grüße
Bernd