Lagebericht!
Fast Mitte Mai, die Sonne scheint zur Brise eines kalten Windes und man spürt, die warme Jahreszeit steht vor der Tür. Nicht so warm ist es um die Gefühle der beiden verbliebenen Riffpiraten bestellt, da fröstelt es immer noch nach dem Aussteig ihres Drummers. Wie die Zukunft der Ponk 'N' Rockband aussieht, liegt völlig im Trüben, und da lässt es sich gemäß Sprichwort schlecht fischen.
Drei Anzeigen mit Suche nach einem Schlagzeuger sind geschaltet (Thomann, Backstagepro und Fränkische Nacht), doch bislang gab es keinen ernsthaften Kontakt, sieht man von dem Ebermannstadter ab, dem die Strecke zum Proberaum jedoch etwas weit jede Woche ist. Proben alle zwei Wochen, so wie wir das bislang wegen unseres Drummers taten, ist auch nicht sein Ding. Also warten wir weiter auf eine glückliche Fügung, doch noch an einen Rhythmusgeber zu kommen. Auch mit Rainer gab es nochmals Kontakt, er wollte sich melden, doch auch hier herrscht seit Wochen Funkstille.
Wir werden im Oberhaider und Hallstadter Amtsblatt eine Anzeige schalten, ob es vielleicht einen lokalen Schlagzeuger gibt, der Interesse an einer musikalischen Zusammenarbeit hat. Hier sehe ich noch die beste Möglichkeit, bzw. über Freunde und Bekannte einen Mitmusiker zu finden. Es scheint, dass wenig fortgeschrittene Drummer den Beitritt in eine Band oft scheuen, während fortgeschrittene Schlagzeuger eher zu Cover/Unterhaltungsmusik tendieren, so jedenfalls die Antworten auf meine Anfragen (Antworten auf Schlagzeugerinserate).
Gibt es einen Sinn, den Versuch über eine Drumschule zu starten, so wie wir das ganz am Anfang taten, als Roman zu uns stieß? Ich denke kaum, denn nach sechseinhalb Jahren Riffpiraten mit zahlreichen Gigs würde der arme Kerl angesichts der Schlagzeugleistung von Rainer untergehen und wohl die Flinte ins Korn werfen. Warum sollte ein unversierter Schlagzeuger sich in ein 41 Songs umfassendes Repertoire einarbeiten, wenn Gigs keine Kohle abwerfen und alles nur zum Spaß ist?
Auch wenn Uwe und ich andere Musik machen können und mit Flamekant uns musikalisch verwirklichen können, sind es doch die Riffpiraten, für die unser Herz schlägt und mit denen wir wieder vors Publikum wollen. Nach der gigarmen Zeit im letzten Jahr (Kindergartenfest Oberhaid, Gig beim RSC Oberhaid und Gig in den Fässla Stubn Hallstadt) hätte das Jahr 2025 besser starten können, jedoch musste ich angesichts der beschriebenen Misere bereits drei Gigs absagen (Gig in Haßfurt mit ehemaligen und heutigen Arbeitskollegen, Anfrage Kulturtreff Struwwelpert Kronach und Kufa Bamberg). Bei den letzten beiden genannten liefen meine "Bewerbungen" schon seit letztem Jahr.
Bleibt als Option die Umgestaltung der Riffpiraten, hin zum akustischen Spielen. Ich hatte das Uwe bereits angedeutet, sollten wir nicht fündig bei der Drummersuche werden. Riffpiraten-Songs auf die Westerngitarre umzuarrangieren ist nun wirklich keine Kunst. Bleibts bei Uwe und mir, wären das Westerngitarre und Bass, bzw. Westerngitarre und Cajon, das Uwe bereit wäre, zu spielen. Neue Songs wären dann auf das Setting hin zu schreiben. Kommen gar noch andere Instrumente hinzu (ich denke da an Violine/Cello, Akordeon usw.) ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. Dass das nicht schlechter sein muss als unsere elektrifizierten Arrangements hat der Pflasterklang in Schweinfurt 2019 bewiesen, an dem wir auch in diesem Jahr 2025 teilnehmen wollten. Gigs wären dann in Fußgängerzonen oder bei privaten Anlässen. Wäre weniger stressig und leichter zu schultern, auch wenn unser Ziel weiterhin die "Krachmusik" bleibt.
Mal sehen, was sich da in nächster Zeit tut. Uwe und ich werden weiterhin alle zwei Wochen proben und dabei sehen, was sich so ergibt. Da dieser Blogbeitrag eh kaum gelesen wird (Nachbar Sebastian war treuer Leser und hatte mich auch angesprochen, warum es keine Beiträge mehr gab), brauche ich auch nicht fragen, ob wer einen Drummer oder Musiker anderer Spielrichtung kennt, damit er sich mit uns in Verbindung setzen kann. Von daher: Was solls?
Bis zum nächsten Beitrag. Tschau.